Kralik von Meyrswalden: Hymnic Symphony, Piano Trio Female Symphonic Orchestra Austria & Silvia Spinnato
Album info
Album-Release:
2025
HRA-Release:
20.02.2026
Label: Gramola Records
Genre: Classical
Subgenre: Orchestral
Artist: Female Symphonic Orchestra Austria & Silvia Spinnato
Composer: Mathilde Kralik von Meyrswalden (1857-1944)
Album including Album cover Booklet (PDF)
- Mathilde Kralik von Meyrswalden (1857 - 1944): Hymnische Symphonie:
- 1 Meyrswalden: Hymnische Symphonie: I - Ziemlich bewegt, rhapsodisch 10:52
- 2 Meyrswalden: Hymnische Symphonie: II - Adagio 10:16
- 3 Meyrswalden: Hymnische Symphonie: III - Sehr rasch 07:01
- 4 Meyrswalden: Hymnische Symphonie: IV - Rasches Tempo. Feurig, schwungvoll – Hymne 11:21
- Piano Trio in F major:
- 5 Meyrswalden: Piano Trio in F major: I - Feurig bewegt 09:22
- 6 Meyrswalden: Piano Trio in F major: II - Langsam, mit Ernst 07:11
- 7 Meyrswalden: Piano Trio in F major: III - Sehr schnell 02:13
- 8 Meyrswalden: Piano Trio in F major: IV - Rasch, energisch 07:51
Info for Kralik von Meyrswalden: Hymnic Symphony, Piano Trio
Es war nicht weniger als eine Sensation: Im Herbst 2021 brachte das Female Symphonic Orchestra Austria (FSOA) unter der Leitung seiner Gründerin und Chefdirigentin Silvia Spinnato und mit Jacquelyn Wagner, einer der gefragtesten und erfolgreichsten Sopranistinnen des lyrischen und jugendlich-dramatischen Sopranfachs, beim Internationalen Brucknerfest in Linz die Hymnische Symphonie der Bruckner-Schülerin Mathilde Kralik von Meyrswalden posthum zur Uraufführung – mehr als 80 Jahre nach Entstehen der finalen Fassung. »Sensationelle symphonische Wiederentdeckung« titelten die Oberösterreichischen Nachrichten, das Konzertpublikum jubelte. Nun erscheint dieser Konzertmitschnitt gemeinsam mit dem ebenfalls von Mathilde Kralik komponierten Klaviertrio in F-Dur.
Ihre frühe Kammermusik fand immerhin Anklang bei Eduard Hanslick, dem allseits gefürchteten Kritikerpapst, ihre Lieder, die den Hauptteil ihres Schaffens bilden, wurden gerne gesungen. Die wenigen symphonischen Werke aus ihrer Feder landeten hingegen fast ausnahmslos in der Schublade, und sie geriet nach ihrem Tod 1944 in Wien bis heute nahezu vollständig in Vergessenheit.
"Dieses Album ist mehr als eine musikhistorische Korrektur. Sie zeigt eine Komponistin, die im alten Österreich verwurzelt war, Einflüsse eigenständig weiterdachte und eine unverwechselbare Stimme entwickelte. Dass Mathilde Kralik von Meyrswalden nun endlich auch auf Tonträger präsent ist, verdankt sich dem beharrlichen Engagement des FSOA – und ist ein Gewinn für alle, die das spätromantische Repertoire neu hören wollen." (Dirk Schauß, onlinemerker.com)
Jacquelyn Wagner, Sopran (Hymnic Symphony (1903; rev. 1942)
Female Symphonic Orchestra Austria
Silvia Spinnato, Dirigent
Chanelle Bednarczyk, Violine (Piano Trio in F major (1880)
Alba Hernandez Carcamo, Cello
Heghine Rapyan, Klavier
Silvia Spinnato
wurde in Palermo geboren, wo sie Klavier und Komposition am Konservatorium „V. Bellini“ studierte. Im Jahr 2005 erhielt sie das Gesangsdiplom in Mantova (Italien), setzte danach ihre Ausbildung mit Master-Studien in Chorleitung und Gesang am Mozarteum fort und schloss 2011 beide Fächer mit Auszeichnung ab. Es folgte das Studium der Orchesterleitung in der Klasse von Hans Graf an der Universität Mozarteum, sowie Meisterklassen für Dirigieren an der Sommerakademie des Mozarteums bei Peter Gülke sowie bei Paavo Järvi an dessen Conductors‘ Academy Tallinn im Rahmen des Pärnu Festivals.
Im Jahr 2019 gründete Silvia Spinnato mit dem FSOA – Female Symphonic Orchestra Salzburg – ein rein weibliches Orchester, mit dem sie sich höchst erfolgreich der Erforschung, Wiederentdeckung und Aufführung von Werken von Komponistinnen der Klassik und Romantik widmet.
Musik aus dem „Parallel-Universum“: Als Silvia Spinnato im Laufe von Recherchen entdeckt hatte, dass mehr als 35 Frauen zwischen 1700 und 1900 meisterhafte symphonische Werke komponiert haben, die heute vergessen sind und praktisch nie aufgeführt werden, reifte ihr Entschluss, etwas gegen dieses Versäumnis zu unternehmen: Sie gründete ihr eigenes, rein weiblich besetztes Orchester um das Schaffen von Künstlerinnen zu fördern. Trotz der schwierigen Pandemiesituation hat das Orchester mittlerweile zahlreiche Konzerte in Salzburg und Österreich mit klassischer und romantischer Musik von Komponistinnen gespielt und rund 20 Werke von Frauen uraufgeführt.
Dabei geht den Aufführungen meist eine umfangreiche Recherche- und Transkriptionsarbeit voraus, weil kaum Partituren existieren. Denn von der patriarchalischen Gesellschaftsstruktur ihrer Zeit wurden die Tonschöpferinnen der Klassik und Romantik in der Regel daran gehindert, ihre Orchesterwerke zu publizieren oder gar öffentlich aufzuführen. Silvia Spinnato hat daher auch einen Verlag gegründet, der die neu erstellten Orchesterpartituren öffentlich zugänglich macht und damit auch Aufführungen von weiblichen Meisterwerken durch andere Orchester befördert.
Für den Konzertsaal wiederentdeckt und aufgeführt hat das FSOA bisher u.a. symphonische Werke der österreichischen Komponistinnen Mathilde Kralik von Meyrswalden, Frida Kern und Marianna von Martinez.
Female Symphonic Orchestra Austria
Komponistinnen sollten es sein, das ist die Idee des „Female Symphonic Orchestra Austria“ der italienischen Dirigentin Silvia Spinnato. Ziel ist, Konzerte mit einem wiedererweckten Repertoire zur Verbreitung der von Frauen komponierten, äußerst hörenswerten Orchesterliteratur beizutragen.
Booklet for Kralik von Meyrswalden: Hymnic Symphony, Piano Trio
