Mere Mortals Floating Points & San Francisco Ballet Orchestra
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
28.08.2026
Label: Deutsche Grammophon (DG)
Genre: Classical
Subgenre: Classical Crossover
Interpret: Floating Points & San Francisco Ballet Orchestra
Komponist: Sam Shepherd (1986)
Das Album enthält Albumcover
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- 1 Movement 1 - Fire 05:25
- 2 Movement 2 - Hope 00:45
- 3 Movement 3 - Rage of the Gods 03:11
- 4 Movement 4 - Zeus’ Command 03:32
- 5 Movement 5 - Pandora’s Creation 06:42
- 6 Movement 6 - Pandora’s Theme 04:28
- 7 Movement 7 - Gift from the Gods 02:31
- 8 Movement 8 - Falling to Earth 09:19
- 9 Movement 9 - Prometheus’ Warning 03:31
- 10 Movement 10 - Her Gift 05:36
- 11 Movement 11 - Opening of the Jar 06:08
- 12 Movement 12 - A Plea 04:36
- 13 Movement 13 - Hope Taking Flight 01:39
- 14 Movement 14 - Nowhere to Land 03:55
Info zu Mere Mortals
Der britische Klangpionier hat eine mitreißende Partitur für eine futuristische Deutung des Mythos komponiert.
Er ist Komponist, Produzent, Musiker und DJ, ein Künstler, der durch seine Vielseitigkeit Genres sprengt: Floating Points, alias Sam Shepherd – klassisch geschult, verehrt in der internationalen Clubszene und mit einem Jazzalbum auf der Shortlist des Mercury Prize. Im Januar 2024 saß Floating Points an den Synthesizern, als das San Francisco Ballet Orchestra und die Compagnie die Uraufführung seiner ersten abendfüllenden Ballettmusik Mere Mortals gaben. Tamara Rojo, Artistic Director des San Francisco Ballet, hatte das Werk in Auftrag gegeben und inszeniert. Mit einer Choreografie von Aszure Barton sowie Design und Visuals von Hamill Industries erzählt Mere Mortals die Geschichte der Pandora als zeitgenössisches Amalgam aus Mythos, Musik und Bewegung.
Für Deutsche Grammophon hat Floating Points Mere Mortals nun mit dem San Francisco Ballet Orchestra eingespielt. Elegische Streicher, apokalyptisches Blech und pulsierende Elektronik kommen in den 14 Stücken zum Einsatz.
»Her Gift ist ein Duett für Harfe und Therevox ET 4.3«, sagt Shepherd, »ein Tanz zwischen Epimetheus und Pandora. Er verliebt sich in sie. Am Ende erscheint Prometheus, um seinen Bruder von seinem Werben abzubringen. Die Harfenistin auf der Aufnahme ist die fantastisch begabte Miriam Adefris. Wir sind auf meiner letzten Tournee gemeinsam aufgetreten, und sie hat mir beigebracht, wie man für Harfe schreibt.«
Sam Shepherd wuchs mit Musik auf. Er war Chorknabe an der Manchester Cathedral, studierte als Teenager Klavier und Komposition an der Chetham’s School of Music und besuchte oft Konzerte mit seinem Vater. Einmal erlebte er in der Manchester MEN Arena, wie die Tanzcompagnie Rosas die Choreografie Rain von Anne Teresa De Keersmaeker zu Steve Reichs Music for 18 Musicians aufführte: »Ich hatte Tanz zuvor noch nie wirklich auf der Bühne gesehen – es war phänomenal.«
Jahre später begegnete Shepherd Tamara Rojo, der designierten Direktorin des San Francisco Ballet. Er selbst hatte sich da längst einen Namen gemacht – als eklektischer, experimenteller DJ und Produzent Floating Points sowie mit einer Reihe von Hits und den von der Kritik gefeierten Alben Elaenia, Crush und Promises (mit Jazzikone Pharoah Sanders und dem London Symphony Orchestra). Rojo fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, ein kurzes Stück für ihre neue Compagnie zu komponieren. »Ein Ballett zu schreiben war mir noch nie in den Sinn gekommen, doch ich antwortete: ›Am liebsten die ganze Show.‹ Und so kam es!«
Er lotete verschiedene Ideen aus, darunter ein Ballett über das Manhattan-Projekt – das geheime Programm des Zweiten Weltkriegs zur Entwicklung der ersten Atombombe. Seine Partnerin, die Tänzerin und Choreografin Hannah Ekholm, machte ihn auf die Parallele zu Pandora aufmerksam, die das Böse unabsichtlich in die Welt bringt – der Gedanke inspirierte Shepherd: »Jeden Tag gibt es eine neue Pandora, oder nicht? Eine neue Büchse, die geöffnet wird.« Angeregt von der Altphilologin, Autorin und Rundfunkmoderatorin Natalie Haynes, ging er auch der Frage nach, wie sich Frauenfeindlichkeit in den Mythos eingewoben hat. »Die Übersetzungen von Pandoras Geschichte raubten ihr die Handlungsmacht. Sie stellten sie als ›beschenkt‹ dar und nicht als ›schenkend‹, was treffender wäre. Bei Pandora geht es nicht darum, die Hölle auf Erden zu bereiten. Tatsächlich steht sie für Neugier und Wandel.«
Shepherds Partitur zu Mere Mortals ist reich an Texturen und Effekten, sie fesselt auch ohne die Choreografie und die Visuals einer Bühnenaufführung. So steht etwa die lyrische Solovioline in Hope (Cordula Merks) in scharfem Kontrast zur Dissonanz und zur hämmernden Percussion von Rage of the Gods, während die feine Harfenmelodie in Her Gift wie ein Moment des Innehaltens ist, bevor die bedrohliche Stimmung von Opening of the Jar dann Unheil verheißt.
»Die Orchestermusik tritt aus einem elektronischen Nebel hervor«, sagt Martin West, Music Director und Chefdirigent des San Francisco Ballet Orchestra: »Sie ist kein Gegensatz, vielmehr wächst sie organisch aus demselben Material, [und sie spiegelt so] die zentrale Frage des Balletts: Wo endet der Mensch und wo beginnt die Maschine?« Er lobt die Partitur als »unverkennbar heutig und doch verwurzelt in der formalen Disziplin, die große Ballettmusik ausmacht. Es gibt Themen, die sich entwickeln, Texturen, die atmen, und Stille, die spricht.«
Das Ballett erfindet ein neues Ende des Mythos, es nimmt Bezug auf die Klimakrise: In Gestalt eines Vogels steigt die Hoffnung aus Pandoras Büchse auf, aber der Planet, den sie umkreist, ist zu Asche geworden. »Nowhere to land zu schreiben war für mich der Höhepunkt des Prozesses«, sagt Shepherd. »Als ich hörte, wie die Musik, die ich zu Papier gebracht hatte, durch Cordulas gekonntes Violinspiel transformiert wurde, bekam ich Lust, in Zukunft noch viel mehr zu komponieren!«
"[Shepherds] erste Ballettpartitur ist ein akustisches Wunderwerk … ein einziger Rausch für die Ohren." (San Francisco Chronicle)
Floating Points & San Francisco Ballet Orchestra
Floating Points aka Sam Shepherd
is one of the most respected names in music today. Known for his versatility and insatiable pursuit of exceptional sound, Shepherd is a boundary-pushing composer, curator, producer, and DJ who creates sonic environments that transport the listener into another world. His recent projects include Promises (2021), a studio album in collaboration with Pharoah Sanders and the London Symphony Orchestra that was named album of the year by Time Magazine and shortlisted for the Mercury Prize; Cascade (2024), his third studio album, which received a nomination at the 2025 Libera Awards; and Lazarus (2025), a soundtrack for the Japanese anime television series directed by Shinichirō Watanabe, created in collaboration with Kamasi Washington and Bonobo.
Dieses Album enthält kein Booklet
