Collections From The Whiteout Ben Howard

Album Info

Album Veröffentlichung:
2021

HRA-Veröffentlichung:
26.03.2021

Das Album enthält Albumcover

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  • 1Follies Fixture03:59
  • 2What A Day05:16
  • 3Crowhurst's Meme03:44
  • 4Finders Keepers02:49
  • 5Far Out04:18
  • 6Rookery02:31
  • 7You Have Your Way04:25
  • 8Sage That She Was Burning04:17
  • 9Sorry Kid04:59
  • 10Unfurling03:40
  • 11Metaphysical Cantations04:21
  • 12Make Arrangements04:25
  • 13The Strange Last Flight of Richard Russell04:23
  • 14Buzzard00:55
  • 15What A Day (Edit)04:19
  • 16Sorry Kid (Edit)04:08
  • Total Runtime01:02:29

Info zu Collections From The Whiteout

Der 2fache Brit Award- und Ivor Novello-Award Gewinner Ben Howard meldet sich mit der ersten Single aus seinem 4. Studioalbum zurück. "What A Day" heißt der erste Vorgeschmack auf "Collections From The Whiteout", das im März erscheint. Produziert wurde das neue Album von Aaron Dessner (The National, Sharon Van Etten, Taylor Swift).

Inhaltlich entfernt sich „Collections From The Whiteout“ ein Stück von der Nabelschau des Vorgängers „Noonday Dream“, indem es persönlichen Episoden aus den letzten Jahren mit kuriosen, wahren Geschichten verwebt, aus denen der Musiker Inspiration zog – etwa die von Richard Russell, der in Seattle ein Flugzeug stahl und zum Absturz brachte.

Aaron Dessner von The National sorgte als Produzent dafür, dass Howards vielschichtige Soundideen immer einen strukturellen Rahmen haben, innerhalb dessen sie aber in alle Richtungen fließen können. Der Engländer holte sich noch weiter musikalische Partner hinzu, von denen vor allem Yussef Dayes hervorzuheben ist, der mit seinem jazzigen Schlagzeugspiel den Songs rhythmische Spannung verleiht.

Howard experimentiert mit Tape Loops und den vielfachen Effekten von Gitarren-Pedalboards, fügt Klavier, Synthesizer, elektronische Texturen und klappernde, raschelnde Geräusche hinzu, die sich alle zu eher minimalistischem, trippigem Elektro-Songwriter-Folk fügen. Das luftige „What A Day“ fühlt sich an wie das große Aufatmen der Natur nach einem langen Winter, „Crowhurst’s Meme“ setzt mit metallischem Klirren und verzerrten Gitarren den Kontrapunkt direkt dahinter. Die dissonante Eröffnung von „Sage That She Was Burning“ lässt an Radioheads „Kid A“ denken, bekommt aber eine parallelen Erzählstrang als zarte Ballade. „The Strange Last Flight…“ inkorporiert Brian Enos Ambient in eine ausgetüftelte Komposition.

Die simple Schönheit eines Akustikgitarrenstücks („Rookery“) gönnt sich Ben Howard dennoch. „Oh look at me, the definition of futility“, singt er dabei. Und nur hier möchte man ihm widersprechen.

Ben Howard




Ben Howard
ist ein junger Folkmusiker, und wenn man seine Songs hört, überkommt einen das irritierende Gefühl, man habe noch nie zuvor einen jungen Folkmusiker gehört. Dieser 23-Jährige macht irgendetwas anders mit seiner Akustikgitarre: Wie ein Troubadour des 21. Jahrhunderts haucht er dem Genre neues Leben ein, lässt seine Songs aufleuchten und aufglühen und sorgt dafür, dass sich das alles vollkommen neu und frisch und aufregend anfühlt, obwohl in seiner Musik zugleich auch eine gewisse Weisheit mitschwingt, die Wurzeln seiner Songs naturgemäß bis weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Man muss den jungen Mr. Howard als echtes Akustikgitarren-Genie bezeichnen: In Sachen Strumming, Zupfen und Hammering können ihm nur die wenigsten das Wasser reichen. Und selbst wenn er gerade mal 23 Jahre alt ist – und er bis vor kurzem ohne jede Art von PR-Rückendeckung auskommen musste –, brauchte er nur einen Mucks von sich geben oder ein Plektrum fallen lassen und schon waren in seiner Heimat ganze Hallen mit 400 Leuten gefüllt; und nicht nur da: Nach Auftritten in den angesagtesten Venues von London, hat sein Name und er selbst längst auch hierzulande, in Frankreich und in Holland die Runde gemacht.

Der in Devonshire, im Südwesten Englands aufgewachsene Ben, dessen Eltern heute auf Ibiza leben (wo es sich sein Großvater zuvor schon rund 50 Jahre lang gut gehen ließ), verlebte seine Kindheit in einem ausgesprochen musikalischen Haushalt: Seine Mutter war „schon eher so eine Hippie-Tante“, wie er berichtet, sie spielte Gitarre und Flöte und trat bei Open-Mic-Veranstaltungen in der Musikhochschule Dartington auf, während sein Vater, eigentlich Innenarchitekt, auch hin und wieder mit der Gitarre in der Hand gesichtet wurde. Die Plattensammlung seiner Eltern sei letztlich schuld daran, dass Ben „nach wie vor ganz schön abhängig“ ist nach den großen Songwritern der Sechziger und Siebziger, den Aufnahmen von Leuten wie Joni Mitchell, Bob Dylan, Van Morrison und Richie Havens.

Nach seiner Schullaufbahn in Devon begann er ein Journalismusstudium in Falmouth, doch als er dann erste Erfahrungen bei einer Surf-Zeitschrift in Newquay gesammelt hatte, warf Ben ein halbes Jahr vor seinem Abschluss einfach alles hin: Er hatte nämlich erkannt, dass man ihm auch die „Sache mit dem Leben als Vollzeitmusiker irgendwie abnehmen würde“.

„Ziemlich viele Leute haben mich erstmal für verrückt erklärt, weil ich das alles so kurz vor dem Abschluss hingeschmissen habe“, berichtet er lachend, „aber ein Freund von mir brachte es auf den Punkt: ‘Das Leben kann nur dann spannend bleiben, wenn man auch mal Risiken eingeht“, und das hat mich bestärkt. Auch meine Eltern standen voll hinter mir die ganze Zeit über. Sie sagten, dass ich einfach das tun soll, was mich glücklich macht.“

Sein kommendes Debütalbum „Every Kingdom“, das am 3. Februar bei Island Records erscheinen wird, hat Ben Howard in einer umgebauten Scheune in Devon aufgenommen. Die Ergebnisse fielen, rein inhaltlich betrachtet, düsterer aus, als er das ursprünglich geplant hatte. Die Melodien, so Ben, kommen bei ihm wie von selbst, nur an den Texten müsse er sehr lang feilen und arbeiten. „Es geht da sehr viel um das Miteinander der Menschen und Beziehungen, und nicht zuletzt um mein Leben – ich lasse mich da schon ganz schön gehen.“

Die Zeit, die er mit seiner Band – India am Cello und Chris, der Bass spielt und Schlagzeug – durch UK und Nordeuropa gezogen ist, hat die drei zusammengeschweißt und dazu geführt, dass sie inzwischen ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihren Sound entwickelt haben. Das hört man ganz deutlich: daran, wie sanft, wie präzise, wie perfekt die Harmonien hier zusammen- und ineinander fließen, und wie gefühlvoll Ben Howard sie verwebt und präsentiert. Ben und Band bringen ganze Hallen zum Verstummen, sie versprühen euphorische Melodiebögen durch den Raum und hinterlassen ein Publikum, das jedes Mal noch eine Zugabe fordert.

So verwundert es auch nicht, dass die Verantwortlichen bei Island Records den 23-Jährigen sofort unter Vertrag nehmen wollten, nachdem sie mit eigenen Augen und Ohren erlebt hatten, was bei einem Konzert geschah, als Ben und Co. nach einer vierwöchigen und ausverkauften Tour durch Deutschland, Frankreich, Holland und den Rest des Königreichs das renommierte Water Rats in London auf den Kopf stellten.

Ben Howard sieht sich selbst als den jüngsten Nachfolger in derjenigen Abstammungslinie von Musikern, die bei Island Records mit Roots- und Folk-Rock Musikgeschichte geschrieben haben: „Die haben mir davon erzählt, dass sie schon Leute wie Nick Drake und John Martyn groß gemacht haben. Das ist genau meine Zeit. Als ich sah, wer da schon alles unter Vertrag war, konnte ich gar nicht mehr nein sagen.“

Was auf Platte nun überraschend düster und dabei einfach nur groß klingt, war live bereits eine Sensation, als die Geschichte noch gar nicht offiziell begonnen hatte: Ben Howard steht mit einem Bein in einer Ära, die nur zeitlose Klassiker hervorgebracht hat, während er zugleich nach vorne schaut und akustische Gitarrenmusik mit seinen Tracks neu definiert. „Old Pine“ ist wie ein sanfter Wind, der zugleich so viel Kraft hat wie ein ausgewachsener Sturm.

Dieses Album enthält kein Booklet

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