Album Info

Album Veröffentlichung:
2017

HRA-Veröffentlichung:
21.04.2017

Label: Ozella

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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Formate & Preise

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FLAC 96 $ 14,00
  • 1Gorogoro (thundering)04:35
  • 2Guzuguzu (moving slowly)04:41
  • 3Nikoniko (smiling)03:56
  • 4Garari (completely)08:13
  • 5Jasmine04:55
  • 6Chokichoki (cutting)06:26
  • 7Kurukuru (spinning around)03:14
  • 8Shitoshito (raining quietly)06:07
  • Total Runtime42:07

Info zu Guzuguzu

Wenn Musik eine Sprache ist, dann können Worte vielleicht andersherum ganz spezifische Klänge beschreiben. Diese faszinierende Vorstellung der Onomatopoesie bildet den Ausgangspunkt für „Guzuguzu“, das nunmehr neunte Album des Helge Lien Trios. Jeder Track darauf basiert auf einem onomatopoetischen japanischen Begriff und den mit ihm verbundenen Assoziationen.

Auch wenn das Konzept hinter der Scheibe recht intellektuell anmutet, trifft eher das genaue Gegenteil zu: „Wir konnten das gesamte Album in einem einzigen Take aufnehmen“, berichtet Lien, „Wir haben fast ein gesamtes Jahr darauf vewendet, „Guzuguzu“ vor zu bereiten. Als wir uns also im Rainbow Studio für die Sessions getroffen haben, was das Album praktisch fertig, um nicht zu sagen ‚garari‘. Wenn ich es mir heute anhöre, bin ich verblüfft darüber, wie nahe es einer Live-Performance kommt.“

Mit nur einer einzigen Ausnahme entspringen alle Stücke dem selben melodischen Motiv. „Guzuguzu“ bewegt sich somit fließend zwischen Komposition und Improvisation und vereint den Geist des Jazz mit symphonischer Themenverarbeitung. Wenn dann die letzten Noten verklungen sind, betritt man als Hörer einen Zustand jenseits von Musik und Wort, getreu Wittgenstein’s berühmtem Aphorismus: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Helge Lien, Klavier
Frode Berg, Bass
Per Oddvar Johansen, Schlagzeug



Eine kleine Nation mit einer großen Jazztradition ist das Land der Fjorde und Trolle. Immer neue, faszinierende Künstler und Acts, die sich mit großer Lust am Spielen und unbändiger Freude am Experimentieren auszeichnen, drängen von Norwegen aus, den Rest der Jazzwelt zu erobern. Dem Helge Lien Trio, das sich in Skandinavien und Japan mit bislang fünf Alben und begeisternden Live-Auftritten bereits einen großen Fankreis erspielt hat, kommt da eine besondere Bedeutung zu. Vermag es doch, wie kaum ein anderes klassisches Piano-Trio, die Balance zwischen den Jazztraditionen und avantgardistisch anmutender Improvisationskunst exzellent zu wahren.

Helge Lien, der neben seinem eigenen Trioprojekt auch mit anderen norwegischen Acts, wie zuletzt mit Silje Nergaard, unterwegs ist, hat mit seinen Bandkollegen Frode Berg (Bass) und Knut Aalefjær (Drums & Percussion) eine ganz eigene, unverwechselbare Art des Triospiels entwickelt. Mit traumwandlerisch sicherem Zusammenspiel entwickeln die Musiker einen kammermusikalisch anmutenden Jazz, der sich durch harmonisch komplexe Klangfarben auszeichnet. Anknüpfend an Bill Evans’ lyrischer Kraft und dem beschwingt melancholischen Spiel eines Esbjörn Svensson, erzeugt Lien auf 'Hello Troll' Stimmungsbilder, die er im ständigen Dialog mit Berg & Aalefjær mit leichter Hand vorträgt.

Zweifellos zählt der Pianist Helge Lien, der es gekonnt versteht, sich mit seiner modalen Klavierkunst exzellent in Szene zu setzen, zu den spannendsten jungen Talenten Skandinaviens. Nachdem das ehrwürdige Dagbladet aus Norwegen schon das Vorgänger-Werk 'To The Little Radio' als „Das beste norwegische Piano Trio Album seit langem' bezeichnete, kann man sich auch auf ähnliche Reaktionen zu ihrem neuen Longplayer gefasst machen. Der Erfindungsreichtum des Trios, sich mit klassisch-impressionistischen Mustern und rhythmisch-melodischem Jazz in den Herzen eines beständig wachsenden Zuhörerkreises zu spielen, scheint wahrhaft grenzenlos zu sein.

Booklet für Guzuguzu

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