Friedrich Gernsheim: String Quartets Vol. 3 Diogenes Quartet

Cover Friedrich Gernsheim: String Quartets Vol. 3

Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
26.03.2026

Label: CPO

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Interpret: Diogenes Quartet

Komponist: Friedrich Gernsheim (1839-1916)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Friedrich Gernsheim (1839 - 1916): String Quartet No. 4 in E minor, Op. 66:
  • 1 Gernsheim: String Quartet No. 4 in E minor, Op. 66: Allegro, ma molto moderato ed espressivo 10:36
  • 2 Gernsheim: String Quartet No. 4 in E minor, Op. 66: Allegretto scherzando 06:25
  • 3 Gernsheim: String Quartet No. 4 in E minor, Op. 66: Tema con Variazioni 10:04
  • 4 Gernsheim: String Quartet No. 4 in E minor, Op. 66: Allegro con brio – un poco più animato – molto vivace 07:01
  • String Quintet in D major, Op. 9:
  • 5 Gernsheim: String Quintet in D major, Op. 9: Allegro 11:01
  • 6 Gernsheim: String Quintet in D major, Op. 9: Allegretto moderato – molto vivace – Tempo I 03:40
  • 7 Gernsheim: String Quintet in D major, Op. 9: Andante espressivo 09:23
  • 8 Gernsheim: String Quintet in D major, Op. 9: Allegro molto vivace e con fuoco – stretto 06:08
  • Total Runtime 01:04:18

Info zu Friedrich Gernsheim: String Quartets Vol. 3

Als "Romantiker, der die Winnetou-Melodie erfand", sollte der Komponist Friedrich Gernsheim vor einigen Jahren der Welt schmackhaft gemacht werden: Seine Musik, so hieß es da, sei "eingänglich, gewissermaßen barrierefrei«, seine Wiederentdeckung ein "Riesenspaß". Der Erkenntnis des künstlerischen Wertes nützt der Anachronismus einer zufälligen Notengleichheit freilich ebensowenig wie die Herabwürdigung des Schaffens zur vordergründigen Unterhaltung. Ein Werk wie das hier vorliegende vierte Streichquartett genügt vollauf, um die ganze Ernsthaftigkeit des Brahms-Freundes mustergültig vor Ohren zu führen: Elegisch in seiner Grundstimmung, gewürzt mit einem bezaubernden Scherzo und glühend in seinen dramatischen Verdichtungen, erweist sich die Komposition aus dem Jahre 1900 als ein höchstkarätiges Meisterstück, das tiefe Spuren hinterlässt – Spuren freilich, deren Anfänge weit zurückgehen, wie das gut dreißig Jahre ältere erste Streichquintett einem jeden verrät, der nur ernsthaft zu hören versteht.

Friedrich Gernsheim (1839-1916) war Komponist, Pianist, Dirigent und Musikpädagoge, der zu Lebzeiten eine durchaus bekannte und erfolgreiche Persönlichkeit war, aber schon bald nach seinem Tod in Vergessenheit geriet. Seine Musik ist tief in der Spätromantik verwurzelt und folgt der Klangsprache berühmter Zeitgenossen wie der seines Freundes Johannes Brahms. Gernsheim blieb trotz der aufstrebenden Avantgarde eines Arnold Schönbergs oder der Neuen Wiener Schule dieser romantischen Tradition sein Leben lang verhaftet. Dank eines langen Lebens hinterließ er ein umfangreiches Werk. So schrieb er viele Kammermusikwerke für verschiedene Besetzungen (Klaviertrio, Klavierquintett und -quartette, Streichquartette, etc.), Konzerte und Sinfonien. Als jüdischer Komponist hatte Gernsheim sein Leben lang mit den in Deutschland aufkommenden antisemitischen Tendenzen zu kämpfen. Spätestens mit der Auflistung im „Lexikon der Juden in der Musik“ (1941), dem Register der NSDAP, verschwand seine Musik vollständig und geriet in Vergessenheit. Die Wiederentdeckung dieses Komponisten ist daher ein großer Gewinn für die Musikwelt.


Diogenes Quartet




Diogenes Quartett
Diesem Glücksfall ist es zu verdanken, dass das Diogenes Quartett in dieser Konzertsaison seinen 20. Geburtstag feiert!


Im Jahre 1998 in München gegründet arbeiten die vier Idealisten vor allem in den Anfangsjahren mit herausragenden Ensembles wie dem Amadeus Quartett und dem La Salle Quartett. Neben den Meisterwerken des klassischen und romantischen Repertoires legen sie Akzente auf die Aufführung unbekannter und zeitgenössischer Kompositionen. So pflegen sie z.B. intensiven Kontakt mit dem Münchner Komponisten Pierre-Dominique Ponnelle, dessen 3. Streichquartett sie kürzlich uraufgeführt haben und der ihnen sein 4. Streichquartett gewidmet hat.


Festspiele wie das Mozartfest Würzburg oder das Festival de Radio France et Montpellier gehören ebenso zum Zeitplan des Quartetts wie regelmäßige Tourneen ins nähere und weitere Ausland. Höhepunkt des vergangenen Jahres war hierbei die Tournee nach Mexiko. In diesem Jahr wird das Quartett in Italien gastieren und seine inzwischen regelmäßig gewordenen Reisen nach Spanien fortsetzen, wo es unter anderem das Konzert für Streichquartett und Orchester von Bohuslav Martinů aufführen wird.

Zu den Kammermusikpartnern zählen unter anderem Anna Prohaska, Tyler Duncan, Lydia Dubrovskaya, Priya Mitchell, Hariolf Schlichtig, Roland Glassl, Wen-Sinn Yang, Nabil Shehata, Thorsten Johanns sowie das Henschel Quartett.


Außerdem zeigt sich das Ensemble offen für Crossover Programme, zum Beispiel wenn es mit „A Dream of Brahms“ zusammen mit dem Jazzquartett des Geigers Max Grosch das Publikum mitreißt. Ebenso wichtig ist den Musikern die Musikerziehung, was zahlreiche Kinderkonzerte, Werkstattkonzerte und Kammermusikworkshops belegen. Zusätzlich engagieren sie sich seit dem Jahr 2015 als Botschafter für „SOS-Kinderdorf e.V.“.

Die Diskographie des Diogenes Quartetts ist sehr vielseitig und umfangreich. Neben zahlreichen Ersteinspielungen entsteht im Jahr 2017 für das Label Brilliant Classics die in Fachkreisen vielfach hochgelobte Gesamtaufnahme sämtlicher Streichquartette von Franz Schubert. In 2019 werden die Aufnahmen der Streichquartette Nr. 1 und 3 des Brahms-Zeitgenossen Friedrich Gernsheim sowie das Streichsextett und das Klarinettenquintett von Max Reger beim Label cpo erscheinen.


Das Quartett verdankt seinen Namen der langjährigen Freundschaft mit Rudolph C. Bettschart, dem ehemaligen Mitinhaber des Schweizer Diogenes Verlages, der die vier Musiker mit seiner Persönlichkeit und seinem Werdegang tief beeindruckt hat und ihnen immer in lieber Erinnerung bleiben wird.



Booklet für Friedrich Gernsheim: String Quartets Vol. 3

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