Album Info

Album Veröffentlichung:
2021

HRA-Veröffentlichung:
30.04.2021

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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Formate & Preise

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FLAC 44.1 $ 12,50
  • 1Sumniran07:19
  • 2Cathedral06:18
  • 3Estrela Cadente06:11
  • 4Kamo04:20
  • 5Pilgrimage05:13
  • 6Meditation in Ten06:32
  • 7Gliding over Meadows06:11
  • 8Prelude to the World Is Upside Down01:50
  • 9The World Is Upside Down03:52
  • 10Light at the End of the Tunnel05:06
  • 11The Encourager05:49
  • Total Runtime58:41

Info zu Cathedral

„Cathedral“ macht seinem Namen alle Ehre. Das Album ist ein Hochamt des großen Klangs, ein berührender, verzaubernder Dialog zwischen Klavier und Gitarre, Klassik und Jazz, Form und Freiheit. Ein musikalisches Gespräch voller Tiefe und Intimität.

„Er hat seinen eigenen, immer ‚schönen‘ und spannenden Ton gefunden“, schrieb die Süddeutsche Zeitung 2019 beim Debütalbum des damals 25-jährigen Gitarristen Philipp Schiepek. Anfang 2020 wurde er dann mit dem BMW Welt Young Artist Jazz Award ausgezeichnet. Dass Schiepek, der mit Klavier und Akkordeon groß geworden und mit zwölf zur Gitarre gekommen war, über das wichtigste Gut eines Musikers verfügt, seine eigene Handschrift, hatte sich da bereits herumgesprochen. Und so war Schiepek schon während seines Studiums an den Musikhochschulen Würzburg und München die erste Wahl, wenn in Süddeutschland ein versierter, vielseitiger, technisch makelloser Gitarrist gesucht wurde. Von 2016 an spielte er im BundesJazzorchester (BuJazzo) wie als Solist in klassischen Orchestern, in diversen heimischen Bands etwa von Mulo Francel sowie an der Seite von internationalen Größen wie Richie Beirach und Klaus Doldinger. Und fand überdies noch Zeit für sein erstes eigenes Projekt „Golem Dance“, für das er sogar den kanadischen Star-Saxofonisten Seamus Blake gewinnen konnte.

Eine Blitzkarriere, die sich auch seinem gleichberechtigten Interesse für Klassik und Jazz verdankt. Schiepek empfindet den Wechsel zwischen den Welten als gegenseitige Bereicherung und ist wie nur ganz wenige bis heute beidem treu geblieben: der klassischen Akustikgitarre und der elektrische Jazzgitarre, die doch eigentlich zwei völlig verschiedene Instrumente sind, von der Spieltechnik über das Timing bis zum Zusammenspiel. Eine Ausnahmestellung, die jetzt auch zu seinem ACT-Debüt „Cathedral“ führte, einem intimen, aber überwältigendem Duo mit dem Pianisten Walter Lang.

Der 59-jährige Lang ist ein großer Romantiker unter den deutschen Jazz-Pianisten. Was damit zusammenhängen könnte, dass der gebürtige Schwabe mit Klassik, Volksmusik und den Beatles aufwuchs und eher zufällig am Berklee College of Music in Boston und damit beim Jazz landete. Die Liebe zur emotionsgeladenen Melodie und zum Rubato, zu melismatischen Harmonieführungen und einer sparsamen Verwendung von dafür umso stärker betonten Noten ist ihm geblieben. Kein Wunder, dass er so viele Vokalisten begleitet hat wie wenige andere. Und auch seine Mitgliedschaft im Trio Elf, das sehr früh und erfolgreich elektronischen Dancefloor-Sound für den Jazz adaptierte, ist kein Widerspruch, ist er doch auch dort für den melodisch-lyrischen Part zuständig. Außerdem ist er stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen: „Die Kombination von Klavier mit der üblichen Jazzgitarre ist oft problematisch“, erzählt Lang zur Entstehungsgeschichte von „Cathedral“: „Deshalb habe ich seit drei Jahren über ein Duo mit akustischer Gitarre mit Nylonsaiten nachgedacht. Und während der Corona-Zeit auch dafür ungeheuer viel komponiert. Philipp ist mir schon länger aufgefallen, und so habe ich ihn einfach mal gefragt.“

Man kam zu einer Session zusammen: „Wir spielten vier Stunden am Stück und merkten, dass es perfekt funktioniert. Wir mussten gar nicht groß über die Musik reden,“ berichtet Schiepek. Die Kraft einfacher Melodien führt bei „Cathedral“ ihr Spiel zusammen, unisono, abwechselnd oder auch als Frage-und-Antwort-Spiel (oder alles zusammen in „Estrela Cadente“, übersetzt Sternschnuppe). Beide ergänzen sich ideal, Langs weicher Anschlag und seine typischen Wechsel zwischen Single-Note- und Akkord-Spiel werden von Schiepeks ebenso filigraner Technik mit vielen, oft an klassische spanische Gitarre erinnernden Verzierungen umarmt.

Vor allem macht „Cathedral“ seinem Namen alle Ehre: Das Album ist ein Hochamt des großen Klangs. Ein berührender, verzaubernder Dialog zwischen Klavier und Gitarre, Jung und Alt, Klassik und Jazz, Form und Freiheit. Ein musikalisches Gespräch, das in seiner Tiefe und Intimität perfekt zu und in diese Zeit passt. Getragen und ruhig, fast asiatisch meditativ wie im Opener „Sumniran“ oder im dahinfließenden „Kamo“, entstanden am gleichnamigen, durch das japanische Kyoto strömenden Fluss. Hymnisch wie im Titelstück oder im einzigen von Schiepek beigesteuerten Stück „Pilgrimage“, das seine Sehnsucht nach einer langen Wanderschaft in Töne gießt. Melancholisch wie in „The World Is Upside Down“, fast ein Stück Trauerarbeit zur Pandemie. Aber auch tröstlich wie beim finalen „The Encourager“.

So macht „Cathedral“ eben auch Hoffnung. Auf das Wiedererwachen der Musik, auf die weitere Umarmung der Tradition durch die universelle, an die Zukunft gewandte Sprache des Jazz – und nicht zuletzt auf die faszinierenden Beiträge, die der junge Philipp Schiepek dabei noch liefern wird.

Philipp Schiepek, klassische Gitarre
Walter Lang, Konzertflügel




Philipp Schiepek
„Er hat seinen eigenen, immer ‚schönen‘ und spannenden Ton gefunden“, schrieb die Süddeutsche Zeitung 2019 beim Debütalbum des damals 25-jährigen Gitarristen Philipp Schiepek. Anfang 2020 wurde er dann mit dem BMW Welt Young Artist Jazz Award ausgezeichnet. Dass Schiepek, der mit Klavier und Akkordeon groß geworden und mit zwölf zur Gitarre gekommen war, über das wichtigste Gut eines Musikers verfügt, seine eigene Handschrift, hatte sich da bereits herumgesprochen. Und so war Schiepek schon während seines Studiums an den Musikhochschulen Würzburg und München die erste Wahl, wenn in Süddeutschland ein versierter, vielseitiger, technisch makelloser Gitarrist gesucht wurde. Von 2016 an spielte er im BundesJazzorchester (BuJazzo) wie als Solist in klassischen Orchestern, in diversen heimischen Bands etwa von Mulo Francel sowie an der Seite von internationalen Größen wie Richie Beirach und Klaus Doldinger. Und fand überdies noch Zeit für sein erstes eigenes Projekt „Golem Dance“, für das er sogar den kanadischen Star-Saxofonisten Seamus Blake gewinnen konnte. Als exklusiver Labelkünstler setzt Schiepek mit dem ACT-Debüt "Cathedral" seinen eingeschlagenen Weg eindrucksvoll fort. Denn der junge Gitarrist hat eine Vision: mit seinen Kompositionen und seinem Spiel möchte er eine neue, individuelle Klangsprache entwickeln.

„Philipp Schiepek erzielt mit vergleichsweise wenigen Tönen eine große Spannung (…). Es geht (…) um Klangschönheit und um Klangsinnlichkeit.“ (Matthias Wegner, Deutschlandfunk Kultur)

Walter Lang
stammt aus einer musikalischen Familie. Bereits sein Vater und Großvater spielten Akkordeon und Klavier. Er studierte Jazzpiano und Komposition an der Berklee School of Music in Boston und mit Abschluss an der Amsterdam School of Arts. 1988 war Walter Lang Mitbegründer des renommierten und international sehr erfolgreichen Rick Hollander Quartetts. Das Quartett gewann 1990 in Belgien den „Europ‘ Jazz Contest“ in Hoeilaart und veröffentlichte zahlreiche Alben.

Seit 1999 leitet er sein eigenes Walter Lang Trio. Bis 2007 spielte Nic Thys am Bass und Rick Hollander am Schlagzeug. Zu ihren Veröffentlichungen zählen z.B. „Walter Lang Trio Plays Charles Chaplin“ (1999), „Across the Universe“ (2002), „Lotus Blossom“(2003) sowie „Softly As in a Morning Sunrise“ (2005). Das japanische Jazzmagazin Swing Journal verlieh der CD The Sound Of A Rainbow (2005) den Best Sounding CD Award und der CD Romantische Strasse den Gold Disc Award. Das Trio geht seit Jahren, insbesondere in Japan, auf Tourneen.

Im Jahre 2008 wurde das Walter Lang Trio neu formiert: Thomas Markusson aus Göteborg, Schweden spielt Kontrabass, und der neue Schlagzeuger ist Sebastian Merk aus Berlin. Eurasia heißt ihre erste gemeinsame CD als Trio; sie wurde auf dem Tokyoer Label M&I veröffentlicht.

Seit 2005 spielt Walter Lang weiterhin zusammen mit Gerwin Eisnhauer am Schlagzeug und Sven Faller am Kontrabass im Trio ELF. Die erste CD ELF wurde 2006 durch Enja Records veröffentlicht und war ein großer Erfolg. Im September 2008 erschien ein weiteres Album dieses Trios, 746. Seine aktuellen Projekte sind neben Trio ELF und dem Walter Lang Trio, sein Quintett Walter Lang‘s Romance, Daktarimba sowie ein Duo mit dem Saxofonisten Lee Konitz. Lang spielt außer mit Lee Konitz mit weiteren Musikern wie James Moody, Chico Freeman, Don Menza, Lisa Wahlandt, Stefanie Schlesinger, Jenny Evans, Harald Rüschenbaum, Jason Seizer, Johannes Herrlich, Beate Kittsteiner und Dusko Goykovich. Im Oktober 2010 erschien mit Elfland das dritte Studioalbum von Trio ELF unter Enja Records. 2013 folgte ein Live-Album der Band mit dem Titel Amsterdam (live).

Im Januar 2013 erschien Walter Langs erstes Buch mit dem Titel "Elf Impressionen für Klavier" im music boox Verlag. Dabei handelt es sich um 11 Kompositionen, die von Lang speziell für Solo-Piano arrangiert wurden. Er ist außerdem Dozent für Klavier am music college Regensburg.

Fussballfans sahen Walter Lang über viele Jahren hinweg Sonntag morgens am Piano bei der Live Sendung "Doppelpass" im DSF.



Booklet für Cathedral

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