Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
30.01.2026

Das Album enthält Albumcover

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  • 1 A-Line (Or Sometimes) 05:19
  • 2 Fame Is a Bee 04:40
  • 3 Glisse Pic 01:48
  • 4 Suite to Prélude 06:44
  • 5 Prérie 06:56
  • 6 Long Shorts 02:05
  • 7 New Piece of Yesterday 07:29
  • 8 Zanzare III 02:20
  • 9 Troubled Fruits 04:15
  • 10 Libellules 02:36
  • Total Runtime 44:12

Info zu Prérie(s)

Emmanuelle Bonnets zweites Album „Prérie(s)“ ist eine Ode an weite Horizonte, an Vergänglichkeit und… Insekten. Ein ätherischer, von Atem durchdrungener Moment, eine warme Brise, die einen gemeinsamen Raum wie einen Ballon aufbläst und einem Ansatz klanglicher Verbundenheit nachspürt.

Gemeinsam erweitern die vier Musiker um die Schweizer Sängerin und Komponistin Emmanuelle Bonnet die Grenzen der spontanen Komposition und spielen nicht nur mit Klang, (Dis-)Harmonie und Textur, sondern auch miteinander.

Sie arbeiten mit Worten, Motiven und Miniaturen und bilden dabei ein Kollektiv, dessen Dialoge sich mit Zartheit und Behutsamkeit entfalten – so wie Bienen das Sammeln der Pollen ohne Schaden anzurichten genießen.

Die vier Mitglieder des Quartetts trafen sich während ihres Studiums in Basel und entdeckten bald eine gemeinsame Liebe zur Improvisation und zum kollektiven Experimentieren. Schon bei den ersten Klängen des Albums zeigt sich ihr gemeinsames Verständnis für das Spiel und das gegenseitige Zuhören. In ihren Augen entsteht die Komposition in der Gemeinschaft. Bonnet bringt ihre Klangideen und Kompositionsfragmente ein, dann arbeitet die Gruppe an ihnen und pflanzt die musikalischen Voraussetzungen für spätere Treffen. Bonnet gibt dieser musikalischen Gemeinschaft dabei vollständige Freiheit. Ihr Prinzip ist das des Spielens im wahrsten Sinne des Wortes: ein Ort, an dem Musiker und Musikerinnen eigene Ideen ungebunden und frei entwickeln und sich dabei komplett in jeden musikalischen Moment versenken können.

Exemplarisch für diesen Ansatz steht das erste Stück des Albums „A-Line (or sometimes)“ über die Flüchtigkeit der Zeit. „sometimes“ steht hier für den exakten Moment, in dem sich das Quartett trifft, aber auch für vollkommene Unsicherheit, die jederzeit eintreten kann.

Emmanuelle Bonnet Préries COVERNeben Bonnets eigenen Texten gibt es zwei aus anderer Feder: Das ironische Stück „Troubled Fruits“ von Pianistin Yvonne Rogers handelt von der prekären Lage von Früchten, die dem baldigen Verfall geweiht sind. Der Klang der Worte verfängt sich wie ein improvisierter Obstsalat. Was sollen sie nur tun? Macht ein einziger Tag einen Unterschied in ihrer Existenz? Wird es in Zukunft genügend Wasser geben, um sie zu ernähren?

Die pränostalgische und melancholisch gefärbte Ballade „Fame is a bee“ basiert auf einem Gedicht von Emily Dickinson und spricht über die Zerbrechlichkeit der Bienen, deren Leben so kostbar ist, wie ihr Tod ein Albtraum für das Ökosystem ist. Ein Echo darauf ist das von Nostalgie und Trauer angehauchte, walzerhafte Stück „Prérie“. Es hebt ein Schlüsselelement des Albums besonders hervor: Bonnets klare und reine Stimme flattert geradezu um die Ankerpunkte der behutsam agierenden anderen Instrumente herum. So wie die sich ständig neu ausrichtenden Regeln und Gesetze der blühenden Prärie, verhandelt die musikalische Gemeinschaft die Freiheit immer wieder neu. Zusammen schaffen sie klangliche Materie, werden Teil des Stoffs, aus dem nicht nur die Prärie besteht, sondern auch unser Leben.

Emmanuelle kommt aus Genf und spielte erst Saxophon, später alte Musik und trat mit Chören auf. Schon früh mochte sie Improvisation und das Spielen mit Klang, was sie immer wieder nach Orten suchen ließ, die ihrer Stimme eine bestimmte Akustik für Experimente boten – etwa Treppenhäuser oder Keller. Für „Prérie(s)“ wurde dieser Raum zu einer Lichtung mit freiem Blick auf den Himmel, auf Bienen, Stechmücken, Libellen und herumschwirrende Glühwürmchen. Ihre Suche nach dem vollständigen klanglichen Eintauchen blieb aber bestehen – nur ist sie dieses Mal nicht allein dabei. (Uta Bretsch, ub-comm.de)

Emmanuelle Bonnet, Stimme
Yvonne Rogers, Klavier
Tabea Kind, Kontrabass
Lucas Zibulski, Schlagzeug




Emmanuelle Bonnet
ist eine Schweizer Musikerin, Sängerin und Komponistin aus Genf. In ihrer musikalischen Praxis erkundet sie verschiedene Experimentierfelder, die von Jazz und freier Improvisation bis hin zum Singen von Madrigalen und anderen Ausdrucksformen ihres Körpers reichen. Emmanuelle ist 2022 Absolventin des Jazzcampus der Hochschule für Musik Basel und hat einen Bachelor-Abschluss in Jazzgesang. Sie interessiert sich für Klänge und Stimme, Gesten und Sprache und tritt meist in verschiedenen kollektiven Formationen wie Duos, Quartetten, Trios oder begleiteten Monologen auf. In ihrem Schaffensdrang mischt Emmanuelle oft Improvisation mit Komposition vor Ort, was zu neuen Stücken führt, die aus Experimenten und Kollaborationen entstehen. Auf der Suche nach Texturen und Freiheit erkundet Emmanuelle verschiedene Musikstile. Diese kombiniert sie, oder auch nicht, mit Humor und Sensibilität, immer mit der Absicht, ganz im Moment zu sein.



Dieses Album enthält kein Booklet

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