Daniel Lozakovich & Hélène Mercier


Biographie Daniel Lozakovich & Hélène Mercier


Daniel Lozakovich
dessen eindrucksvolles Spiel von Kritikern und Publikum in hohem Maße anerkannt wird, kam 2001 in Stockholm zur Welt und begann mit fast sieben Jahren Geige zu spielen. Zwei Jahre später gab er mit dem Staatlichen Kammerorchester »Moskauer Virtuosen« und Vladimir Spivakov in Moskau sein Debüt als Solist und spielte schon bald unter anderem mit den Philharmonischen Orchestern von Stockholm, Moskau und Liverpool, dem Orchestre National de France und dem Symphonieorchester des schwedischen Rundfunks. Er begann 2012 sein Studium bei Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe und wird seit 2015 künstlerisch von Eduard Wulfson in Genf betreut.

Im Mai 2016 erzielte der junge Schwede seinen internationalen Durchbruch: Er sorgte weltweit für Schlagzeilen als Gewinner des internationalen Vladimir Spivakov-Wettbewerbs und dann kurz darauf, als er, einer Wiedereinladung folgend, als Solist mit dem Mariinski-Orchester und Valery Gergiev beim Abschlusskonzert der 15. Moskauer Osterfestspiele spielte. Zu den vielen Preisen, die er darüber hinaus erhielt, gehören der »Prix Young Artist of the Year« beim Festival der Nationen 2017 in Bad Wörishofen, die Auszeichnung als »Junges Talent« 2017 bei den Premios Excelentia (Spanien) und der Preis als »Vielversprechender Nachwuchskünstler« bei den Premios Batuta 2019 (Mexiko).

Inzwischen arbeitet Lozakovich regelmäßig mit führenden Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre National du Capitole de Toulouse, Gothenburg Symphony Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, Orchester der Komischen Oper Berlin, Philadelphia Orchestra und dem Pittsburgh Symphony Orchestra sowie mit einigen der renommiertesten internationalen Dirigenten wie Semyon Bychkov, Neeme Järvi, Klaus Mäkelä, Andris Nelsons, Vasily Petrenko, Lahav Shani, Leonard Slatkin, Nathalie Stutzmann und Robin Ticciati. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Emanuel Ax, Sergei Babayan, Khatia Buniatishvili, Renaud Capuçon, Seong-Jin Cho, Martin Fröst, Daniel Hope, Shlomo Mintz und Maxim Vengerov.

Daniel Lozakovich unterschrieb im Juni 2016 einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon, kurz nach seinem 15. Geburtstag. Dieser Vertrag machte ihn zum jüngsten Mitglied der DG-Künstlerfamilie. Schon vor dem Vertragsabschluss mit dem gelben Label lud ihn sein DG-Kollege Daniel Hope ein, gemeinsam eine Auswahl von Bartóks Duos für zwei Violinen für Hopes Album My Tribute to Yehudi Menuhin aufzunehmen. Lozakovichs erstes komplettes Album für Deutsche Grammophon entstand mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und erschien im Juni 2018. Es enthält Bachs zwei Konzerte für Violine und Orchester (BWV 1041 und 1042) und seine Partita Nr. 2 in d-Moll für Solovioline (BWV 1004). Dieses Debüt war ein großer Erfolg und wurde jeweils Nr. 1 der französischen Amazon-Charts (alle Musiksparten) sowie der deutschen Hitliste der Klassikalben.

Lozakovichs zweites Album, None but the Lonely Heart, kam im Oktober 2019 heraus. Das reine Tschaikowsky-Programm bietet das Violinkonzert in einer Live-Aufnahme mit der Russischen Nationalphilharmonie und Spivakov, die Méditation für Violine und Orchester sowie Arrangements von zwei Vokalwerken: der Arie des Lenski aus Eugen Onegin und der Romanze op. 6 Nr. 6 »Nur wer die Sehnsucht kennt«, deren englischer Fassung »None but the lonely heart« das Album seinen Namen verdankt.

Im darauf folgenden Jahr tat Lozakovich sich mit Gergiev und den Münchner Philharmonikern zusammen, um Beethovens 250. Geburtstag zu feiern: mit einer Liveaufnahme des Violinkonzerts des Komponisten, veröffentlicht als e-Album Video im Juni 2020 und drei Monate darauf auf CD.

Sein jüngstes Album Spirits erschien digital im April 2023. Er würdigt darin sieben legendäre Violinisten des 20. Jahrhunderts und reflektiert auf ihr Können und ihr Repertoire mit Werken von Elgar, Debussy, Falla, Gluck, Brahms and Kreisler. »Eine sagenhafte Musikalität und ein wunderschönes Vibrato«, schrieb violinist.com. »Der 22-jährige Daniel Lozakovich wird immer noch besser, falls das überhaupt möglich ist.«

Zu den jüngsten Highlights gehörte sein Debüt bei den BBC Proms im Sommer 2022 mit Brahms’ Violinkonzert sowie Auftritte mit Mozarts Violinkonzert Nr. 3 KV 216 in der Berliner Philharmonie und Tschaikowskys Violinkonzert in der Mailänder Scala. Letzteres wird er im Juli auch im Amsterdamer Concertgebow spielen. Weiterhin geplant sind im Sommer ein Recital mit Werken von Rachmaninow und Brahms mit Antoine Tamestit, Klaus Mäkelä und Yuja Wang beim Verbier Festival (Juli) und Mendelssohns Violinkonzert mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer beim Edinburgh Festival (August).

Daniel Lozakovich spielt zwei Instrumente: die Stradivari »ex-Baron Rothschild« als großzügige Leihgabe von Reuning & Son (Boston) und Eduard Wulfson im Namen des Eigentümers, sowie die Stradivari Le Reynier (1727), eine freundliche Leihgabe der LVMH-Gruppe.

Hélène Mercier
Die in Montréal geborene Hélène Mercier begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierunterricht. Mit fünfzehn Jahren trat sie in die Klasse von Dieter Weber an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ein, bevor sie ihr Studium an der Julliard School bei Sascha Gorodnitzki fortsetzte. Später studierte sie bei Pierre Sancan am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris.

Sie tritt regelmäßig mit zahlreichen Weltklasse-Orchestern auf. In Paris spielte sie unter der Leitung von Zubin Mehta mit dem Israel Philharmonic Orchestra und unter der Leitung von Kurt Masur mit dem Orchestre de Paris im Théâtre des Champs-Elysées. Außerdem trat sie mit der National Philharmonic of Russia unter der Leitung von Vladimir Spivakov, der New Japan Philharmonic unter der Leitung von Seiji Ozawa und den Orchestern von Vancouver, Toronto, Ottawa und Montreal unter der Leitung von Charles Dutoit, Trevor Pinnock und Long Yu auf.

Außerdem spielte sie vierhändig mit Boris Berezovsky, Frank Braley, Cyprien Katsaris, Louis Lortie und Brigitte Engerer. Hélène Mercier hat mehrere Aufnahmen mit Louis Lortie für das Label Chandos gemacht, darunter Werke von Ravel, Mozart, Schubert, Poulenc, Rachmaninoff und Saint-Saëns, die alle weltweit große Beachtung fanden. Mit Vladimir Spivakov nahm sie für Capriccio eine CD mit Werken von Ernest Chausson auf. Die Aufnahme war sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum sehr erfolgreich und wurde von Le Monde de la musique als „Choc” ausgezeichnet. Hélène Mercier ist Chevalier des Ordre des Arts et des Lettres.



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