Tchaikovsky / Higdon: Violin Concertos Hilary Hahn

Cover Tchaikovsky / Higdon: Violin Concertos

Album Info

Album Veröffentlichung:
2010

HRA-Veröffentlichung:
21.06.2018

Label: Deutsche Grammophon

Genre: Classical

Subgenre: Concertos

Interpret: Hilary Hahn

Komponist: Jennifer Higdon (1962), Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Jennifer Higdon (1962- ): Violin Concerto:
  • 1172614:23
  • 2Chaconni12:18
  • 3Fly Forward05:09
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893): Violin Concerto In D Major, Op.35, TH.59:
  • 4I. Allegro moderato19:23
  • 5II. Canzonetta (Andante)06:23
  • 6III. Allegro vivacissimo10:31
  • Total Runtime01:08:07

Info zu Tchaikovsky / Higdon: Violin Concertos

Als ich 16 Jahre alt war, war die Komponistin Jennifer Higdon meine ideenreiche, inspirierende Lehrerin für Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Sie war im Begriff, eine der am häufigsten aufgeführten Komponistinnen in Amerika zu werden. Ein paar Jahre nach meinem Abschluss nahm ich an der Premiere von Dark Wood teil, Jennifers Fagottquartett. Es lief so gut, dass wir anfingen, über eine Zusammenarbeit für eine neue Violinsonate oder ein neues Violinkonzert zu reden. Aber wir waren beide zu beschäftigt, und die Jahre vergingen.

Schließlich entschieden wir uns 2005 auf einem Empfang in Baltimore für ein Konzert. Das Curtis Institute und die Orchester von Indianapolis, Baltimore und Toronto meldeten sich schon bald als gemeinsame Auftraggeber und vereinbarten eine Reihe von Aufführungen. Im Herbst 2008 hielt ich das Konzert dann in den Händen. Es war auf den ersten Blick klar, dass seine verschachtelten Rhythmen, ungewöhnlichen Passagen und aufwendigen Ensemblesätze eine Herausforderung sowohl für jedes Orchester als auch für mich sein würden, und das gefiel mir. Besonders reizte mich die Art und Weise, in der die Violine einzelne Abschnitte aus dem Ensemble hervorheben und dadurch das Gefühl eines Konzerts für Orchester vermitteln würde.

Der erste komplette Durchgang fand mit dem Curtis Orchester in der Curtis Hall statt. Nach einem ausgiebigen Probentag, an dem Jennifer Higdon die Partitur überarbeitete, während wir sie durchgingen, fingen wir mit dem letzten vollständigen Durchlauf an. Alle Müdigkeit war sofort verschwunden. Jeder Moment brachte etwas Neues, und jede Note sprühte voller Elektrizität. Am Ende waren wir erschöpft und gleichzeitig vollkommen begeistert. Niemanden im Raum hätte es gewundert zu hören, dass die offizielle Premiere von Higdons Konzert ein paar Monate später in Indianapolis sowohl beim Publikum als auch bei der Presse auf große Begeisterung stoßen würde.

Tschaikowskys Konzert kam auf anderem Wege zu mir: Jascha Brodsky brachte es mir bei, als ich eine junge Schülerin am Curtis Institute war. Ich spielte es zum ersten Mal mit einem Pianisten bei einem Liederabend der Musikschüler in der Curtis Hall in Philadelphia, als ich 13 Jahre alt war. Danach folgte eine Reihe von Aufführungen mit Orchester, bevor ich das Konzert von Tschaikowsky in meiner Teenagerzeit für – wie ich dachte – ein bis zwei Jahre zur Seite legte.

Es kam jedoch anders, und zehn Jahre vergingen. Während dieser Zeit arbeitete ich mit vielen erfahrenen Kollegen, machte Aufnahmen, reiste durch die Welt und nahm so viel ich nur konnte in mein Repertoire auf. Als ich letztendlich zu Tschaikowsky zurückkehrte, war ich erstaunt, wie anders ich das Stück jetzt auffasste. In meinen Teenagerjahren war es ein eindrucksvoller Koloss von einem Konzert, aber nun schien es facettenreicher und voller feiner Nuancen, eher wie eine Figur der Literatur: impulsiv, dennoch bedacht, feurig, jedoch verletzlich, romantisch, trotzdem fast klassisch in seinen Gesten. Als Schülerin hatte ich Leopold Auers Version verwendet, die Kürzungen und Ausschmückungen beinhaltet, von denen ich annahm, dass sie notwendig seien. Aber dieses Mal ging ich zu Tschaikowskys Originalversion zurück. Dadurch erhielt das Konzert einen längeren, dramatischen Bogen und – in meinen Ohren – eine ausgeglichenere Vitalität. Aus diesem Grund habe ich diese Version hier aufgenommen.

Manch einer mag fragen, warum ich mir gewünscht habe, die Konzerte von Higdon und Tschaikowsky zusammen darzubieten. Die Antwort ist für mich recht einfach. Ich bin der Meinung, dass diese intensiven, großartig durchdachten Konzerte, die beide für mich durch meine Zeit am Curtis Institute miteinander verbunden sind, sich gegenseitig erhellen. Obwohl sie aus verschiedenen Jahrhunderten und unterschiedlichen kompositorischen Welten stammen, haben sie doch eine Vielzahl von Qualitäten gemeinsam: lyrische Zartheit, grüblerische Eleganz, energische Unbekümmertheit und große geistige Reife. Spielt man sie nacheinander, dann zeigen sie die gesamte Palette der musikalischen Möglichkeiten auf, die der Violine zu Beginn des 21. Jahrhunderts offen stehen.

". . . die Geige und Hilary Hahn sind ganz in ihrem Element in diesem traditionell dreisätzig konzipierten, geigerisch fordernden Stück mit seiner anspringenden Rhythmik und Motorik, aber auch sehr schönen lyrischen Momenten. Der Orchesterpart reizt mit einer breiten Farbenpalette, Higdons Violinkonzert ist auch ein Konzert für Orchester . . . Wenn Hilary Hahn einen diffizilen Solopart angeht, fühlt sich der Hörer sicher wie in Abrahams Schoß. Geigerische Perfektion ist garantiert. Mit einer unglaublichen Sicherheit und Selbstverständlichkeit meistert sie natürlich auch Tschaikowsky. Ihren Part entfaltet Hahn in gemäßigten Tempi und Seelenruhe, mit glasklarer Artikulation und Tongebung." (Biørn Woll, Norbert Hornig, Fono Forum)

"Sie beeindruckt] durch Klarheit, Unangestrengtheit, Ruhe. Hilary Hahn verwandelt, und das macht sie so einmalig, stets Struktur in Magie . . . [Hahn findet die Verbindung zwischen den beiden Konzerten], weil sie auf kristalline Klarheit setzt, um die Strukturen zum Leuchten zu bringen." (Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung)

"[Tchaikovsky]: Als ob sie das Stück vom Vorurteil des Virtuosen-Schlachtrosses befreien wollte, spielt sie den Kopfsatz ganz nach innen, fast wie eine Meditation. Das ist natürlich, wie immer bei Hahn, lupenrein und fantastisch locker gegeigt . . ." (Jörg Königsdorf, Rondo)

Hilary Hahn, Violine
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Vasily Petrenko, Dirigent



Keine Biografie vorhanden.

Booklet für Tchaikovsky / Higdon: Violin Concertos

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