Ruta And Daitya (Remastered) Keith Jarrett, Jack DeJohnette

Album Info

Album Veröffentlichung:
1973

HRA-Veröffentlichung:
30.01.2026

Das Album enthält Albumcover

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  • 1 Overture - Communion 06:00
  • 2 Ruta & Daitya 11:14
  • 3 All We Got 02:00
  • 4 Sounds Of Peru: Submergence / Awakening 06:31
  • 5 Algeria 05:47
  • 6 You Know, You Know 07:44
  • 7 Pastel Morning 02:04
  • Total Runtime 41:20

Info zu Ruta And Daitya (Remastered)

Ruta and Daitya is jazz album by pianist Keith Jarrett and drummer Jack DeJohnette, recorded in May 1971 and released on ECM Records in 1973—one of Jarrett's rare performances on electric keyboard.

Keith Jarrett and Jack DeJohnette, who continue their formidable partnership to this day, join forces for an early and unique collaboration. This being the tail end of Jarrett’s electric period with Miles Davis, Ruta and Daitya marks an archivally important transition into his imminent acoustic pilgrimages. “Overture Communion” captures our attention from the start with a funky, wah-wahed electric piano, warmly guiding us into the album’s exciting, yet somehow always plaintive world. The title track shakes things up with a spate of hand percussion as Jarrett flutes a more abstract improvisation than the one that began the album, though to no less captivating effect. When Jarrett abandons flute for piano, a markedly different shape brands itself into the foreground. In doing so, something gets obscured. It’s not that instruments from such seemingly disparate geographies cannot tread the same path, but simply that they don’t speak to each other as complementarily. Thankfully, Jarrett’s return to flute, this time of bamboo variety, puts us right back into the conversation. DeJohnette takes up a standard drum kit for “All We Got,” a cut that runs around in circles, even as it rouses us with its gospel-infused aesthetic. Jarrett finds himself acoustically redrawn in “Sounds of Peru.” Piano and hand drums work magically this time around as the duo hones further the groove it has been searching for. Jarrett opens up his playing, giving DeJohnette a wider berth in which to lose himself. No longer do the drums skirt the periphery, but frolic in the territory proper. There is even what amounts to a percussion solo as Jarrett coos in the background with delight, thus preparing him for an inspired passage that grinds bass notes in counterpoint to his running right hand. In “Algeria,” Jarrett sings into the flute again, leaving me to wonder why we don’t hear him on the instrument more often, though perhaps its linearity is somewhat limiting to a musician with such expansive hands (hence, his propensity for polyphonic playing). “You Know, You Know” brings us full circle to the electric piano for a more laid-back coolness before we end with “Pastel Morning,” a beautiful meditation on the electric piano. In the absence of punchy distortion, it sounds almost like a vibraphone, its gentler capacities allowed to float of their own accord.

The album’s title is a curious one, and offers at best a rather opaque X-ray of the conceptual skeleton it sheathes. Ruta and Daitya refer to two island-continents, remnants of the second cataclysm to befall the great island of Atlantis. Both were populated by races of titans, known as “Lords of the Dark Face” as a means of indicating their ties to black magic. If we are to believe Madame Blavatsky, who in her second volume of The Secret Doctrine outlines their genealogical significance in her mystical, albeit highly racialized, account of creation, the Egyptians inherited the cosmological legacy of the Ruta Atlanteans, as supposedly evidenced in the similarities of their Zodiacal beliefs. Whatever the origins, there is much to ponder in Ruta and Daitya. The sensitive pianism for which Jarrett is so renowned is in full evidence throughout, though for me his flute playing really sells the album. Jarrett proves himself more than adept and plays with an addictive sense of abandon. DeJohnette, meanwhile, enchants with a melodic approach to his kit, especially in his use of cymbals.

Keith Jarrett, piano, electric piano, organ, flute
Jack DeJohnette, drums, percussion

Digitally remastered




Keith Jarrett
Der amerikanische Pianist, Komponist und Bandleader Keith Jarrett gehört zu den erfolgreichsten und stilprägenden Musikern der vergangenen vier Jahrzehnte und hat vor allem durch seine außergewöhnlichen Solo-Konzerte maßgeblich die Vorstellung von zeitgenössischer Improvisation beeinflusst. Er wurde am 8. Mai 1945 in Allentown in Pennsylvania geboren, hatte seit dem dritten Lebensjahr Klavierunterricht und stand als Siebenjähriger zum ersten Mal auf der Bühne. Außerordentlich begabt und spieltechnisch versiert, konnte er dem Studium am Berklee College in Boston wenig abgewinnen, begann in den frühen Sechzigern seine Laufbahn als Live-Musiker und arbeitete schnell mit großen Namen des Geschäfts wie Chet Baker, Lee Konitz und Art Blakey zusammen. Im Jahr 1966 engagierte ihn der Saxophonist Charles Lloyd für seine Band, bereits kurz darauf gründete er mit dem Bassisten Charlie Haden und dem Schlagzeuger Paul Motian ein eigenes Trio, das er später durch den Saxophonisten Dewey Redman zum Quartett erweiterte.

Ende der sechziger Jahre war Jarrett bereits über Spezialistenkreise hinaus bekannt. Der eigentliche Durchbruch jedoch gelang ihm zunächst als Mitglied der Jazzrockformationen von Miles Davis (1969-71), dann als Solokünstler für das Münchner Plattenlabel ECM. Bis zum Jahr 1975 spielte er rund 50 Solo-Konzerte in aller Welt, mit denen er ein neuartiges Prinzip des freien Flusses motivisch geprägter Improvisationen ausbaute und kultivierte. Aufnahmen wie 'Solo Concerts Bremen / Lausanne' (1974) und 'The Köln Concert' (1975) wurden nicht nur vielfach preisgekrönt, sondern gehörten auch bald zu den Bestsellern des nach Introvertiertheit und Individualismus strebenden Jazz der siebziger Jahre. Zu den Mammut-Projekten dieser Ära zählten die auf 10 LPs veröffentlichen Aufnahmen von fünf Soloauftritten in Japan vor 40.000 Zuhörern, die unter dem Titel 'Sun Bear Concerts' 1979 veröffentlicht wurden.

Neben den Aktivitäten im Konzertsaal begann Jarrett auch, sich für klassische Musik und im Jazz unübliche Instrumente zu interessieren. Die Alben 'Hymns, Spheres' (1976) und 'Invocations - Moth And The Flame' (1979) entstanden an der Riepp-Kirchenorgel in Ottobeuern, die Aufnahme 'In The Light' brachte ihn 1973 mit dem Südfunk-Orchester zusammen, 'Book Of Ways' (1986) präsentierte ihn am Clavichord, die während der folgenden Jahre entstandenen Einspielungen der 'Goldberg-Variationen' (1989) und des 'Wohltemperierten Klaviers' (1987/90) wurden mehrfach preisgekrönt. Darüber hinaus existierten stilistisch verschiedene Projekte wie etwa seine europäische Band mit dem Saxophonisten Jan Garbarek und der aus Palle Danielsson und Jon Christensen bestehenden Rhythmusgruppe ('Belonging', 1974) oder auch amerikanische Pendants mit Musikern wie Gary Burton, Kenny Wheeler ('Gnu High', 1975) und Dave Holland.

Wiederum seiner Zeit weit voraus zeigte sich Keith Jarrett zu Beginn der achtziger Jahre, als er mit der 1983 einsetzenden Serie von Standards-Einspielungen nicht nur das damals verpönte Broadway- und Tin-Pan-Alley-Repertoire wieder belebte, sondern durch das Trio mit Gary Peacock am Kontrabass und Jack DeJohnette am Schlagzeug auch dem Klavier-Trio-Format, das seit dem Tod von Bill Evans 1980 als abgeschlossen betrachtet wurde, neue Impulse gab. Seitdem folgten zahlreiche, überwiegend live aufgenommene Einspielungen dieser Gruppe, die sich allerdings regelmäßig mit Solodarbietungen ('Paris Concert', 1988; 'Vienna Concert', 1991; 'La Scala', 1995) abwechselten. Eine seltene Nervenkrankheit zwang Jarrett Ende der neunziger Jahre dazu, sich für mehrere Monate von der Bühne zurück zu ziehen. Nach der Genesung und dem ergreifend ausdrucksstarken Soloalbum 'The Melody At Night, With You' (1998) nahm er seine internationale Konzerttätigkeit wieder auf.

Mit dem Trio nahm er seitdem die Alben 'Whisper Not' (2000), 'Inside Out' (2001), 'Always Let Me Go' (2002), 'Up For It' (2003), 'The Out-Of-Towners' (2004), 'My Foolish Heart' (2007) und 'Yesterdays' (2009) auf. Aber auch als Solopianist wurde Jarrett wieder aktiv. Dabei hatte er im Juli 2001 in einem Interview mit Wolfgang Sandner von der FAZ noch die Bemerkung fallen gelassen, dass er sich vorerst nicht vorstellen könnte, wieder Solokonzerte zu geben. Doch schon ein Jahr später strafte sich Jarrett selber 'Lügen', als er in Tokio und Osaka Solokonzerte gab. Auf die Veröffentlichung der Aufnahmen mußte das Jazzpublikum allerdings drei Jahre warten: Erst 2005 erschien die Doppel-CD 'Radiance', ein Jahr später noch die DVD 'Tokyo Solo'. Für noch mehr Furore sorgte 2006 die Veröffentlichung des Mitschnitts eines Solokonzerts, das der Pianist in der New Yorker Carnegie Hall gegeben hatte. Für zahlreiche Kritiker und Fans stand fest: 30 Jahre nach dem legendären 'Köln Concert', das als das bestverkaufte Pianosolo-Album aller Zeiten gilt, hatte Keith Jarrett sich auf 'The Carnegie Hall Concert' selbst übertroffen und die Messlatte für improvisierende Solopianisten noch einmal ein gutes Stück höher gelegt. 2009 folgte die drei CDs umfassende Box 'Testament' mit Aufnahmen von Solokonzerten in Paris und London.

Nach all diesen Trio- und Soloeinspielungen überraschte Keith Jarrett seine Fans dann, als er 2010 mit dem Bassisten Charlie Haden (mit dem er über dreißig Jahre lang nicht zusammengearbeitet hatte) das wunderbar balladeske Duo-Album 'Jasmine' einspielte.

Dieses Album enthält kein Booklet

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