Henryk Böhm, Göttinger Barockorchester & Antonius Adamske


Biographie Henryk Böhm, Göttinger Barockorchester & Antonius Adamske


Henryk Böhm
wurde in Dresden geboren. Er begann seine musikalische Laufbahn als Kruzianer im Dresdner Kreuzchor und studierte an der Dresdner Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Gesang bei Prof. Christiane Junghanns Gesang. Neben Meisterkursen bei Elisabeth Schwarzkopf, Peter Schreier und Werner Hollweg arbeitete er regelmäßig mit Brigitte Fassbaender, die den jungen Sänger während ihrer Braunschweiger Operndirektion unterrichtete. Er ist u.a. 1. Preisträger des Robert-Schumann-Wettbewerbes in Zwickau, 2. Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang, war Stipendiat des Deutschen Musikrates und in der Bundesauswahl „Junger Künstler“ vertreten.

Als Ensemblemitglied am Staatstheaters Braunschweig und an den Opernhäusern in Leipzig, Hannover, Darmstadt, Kassel und Essen war und ist der Bariton in bedeutenden Rollen seines Fachs zu erleben, darunter Papageno („Die Zauberflöte“), Conte Almaviva und Figaro („Le nozze di Figaro“), Don Giovanni, Barbiere („Il barbiere di Siviglia“), Fritz und Frank („Die tote Stadt“), Valentin („Faust / Margarete“), Donner („Das Rheingold“), Heerrufer („Lohengrin“), Kolenaty („Die Sache Makropulos“), Marcello („La Bohème“), Giorgio Germont („La Traviata“), Sharpless („Madama Butterfly“), Onegin, Enrico („Lucia di Lammermoor“), Bottom („A Midsummer Night´s Dream“) und Eisenstein („Fledermaus“).

Neben seiner Tätigkeit an der Oper widmet sich der Sänger einer umfangreichen Konzerttätigkeit und singt in den große Konzertsälen im In- und Ausland wie Berliner Philharmonie und Konzerthaus, Festspielhaus Baden-Baden, Münchner Philharmonie, Hamburger Laiszhalle, Cité de la musique Paris, Megaron Athen, Sale National Madrid und Suntory Hall, Tokio. Er ist Gast bei zahlreichen Festivals wie Salzburger Festspiele, Dresdner Musikfestspiele, Rheingau-Musikfestival, Settimane Bach Mailand, Wratislavia Cantans, Bachfest Leipzig, Mecklenburg Vorpommern Festival, Göttinger Händelfestspiele und Magdeburger Telemann Festtage. Im Mittelpunkt seiner Konzerttätigkeit stehen dabei die Passionen und Kantaten Bachs sowie die großen chorsinfonischen Werke und Oratorien von Haydn, Mendelssohn, Elgar, Orff, Reger, Dvořák und Puccini.

Bedeutende Klangkörper laden ihn zu Konzerten ein, darunter der Dresdner Kreuzchor, Leipziger Thomanerchor, RIAS Kammerchor, accentus Paris, Dresdner Kammerchor, National Chorus of Korea sowie Orchester wie die Sächsische Staatskapelle Dresden, Dresdner Philharmonie, die Akademie für Alte Musik und das Seoul Symphony Orchestra. Er arbeitete mit Dirigenten wie Peter Schreier, Carl St. Clair, Helmuth Rilling, Friedrich Haider, Roberto Paternostro, Philippe Auguin, Oleg Caetani, Alexander Joel, Jari Hämäläinen, Roger Epple, Julia Jones, Hans Christoph Rademann und Udo Zimmermann zusammen.

Einen besonderen Stellenwert in seinem künstlerischen Schaffen nimmt die Beschäftigung mit dem Lied ein. Der Sänger ist in zahlreichen Liederabenden zu hören, 1998 gründete er die inzwischen renommierte Dresdner Liederabendreihe DAS LIED IN DRESDEN. Es entstanden Rundfunk- und CD-Produktionen u.a. für DRadio Kultur, Deutschlandfunk, MDR Kultur, NDR, RAI und Radio France, Genuin, cpo und Capriccio. Die jüngste Neuerscheinung ist eine CD mit Liedern von Jean Sibelius bei Coviello Classics. Bei den Seefestspielen in Morbisch 2013 war er als Ollendorf in Der Bettelsudent zu erleben und in der Spielzeit 2013/14 gastierte er an der Oper Köln in der Uraufführung MUSIK von Michael Langemann.

Antonius Adamske
Kunst und Wissenschaft sind die Eckpfeiler in der Arbeit von Antonius Adamske, die Presse lobt die Authentizität und Entdeckerfreude seiner Aufführungen. Nach Studien in Hannover, Basel und Würzburg und künstlerischen Stationen in Göttingen und Berlin wirkt er zurzeit als Dirigent des Monteverdi-Chor Hamburg und des Bremer RathsChores, eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit Jahren mit dem Göttinger Barockorchester. Als Musikwissenschaftler widmet sich Adamske der Göttinger Stadtmusik um 1800. Einen künstlerischen Namen hat er sich mit zahlreichen Aufführungen von Bühnenstücken und geistlichen Werken des französischen Barock von Lully über Lalande und Charpentier bis hin zu Mondonville, Rameau, Gossec und Gluck gemacht.

Gastdirigate und Dirigiermeisterkurse im In- und Ausland sowie Radio- und CD-Aufnahmen erweitern seine Tätigkeit. Daneben trat der Musiker von 2012 bis 2019 als Intendant der Nikolausberger Musiktage in Erscheinung, die jedes Jahr im September international bekannte Ensembles in die romanische Klosterkirche St. Nikolaus bringen.

Göttinger Barockorchester
Mit musikalischer Qualität, stilistischer Vielfalt sowie leidenschaftlicher Spielfreude und Vitalität hat sich das Göttinger Barockorchester seit 1995 einen festen Platz im norddeutschen Musikleben erobert.

Das Repertoire des Ensembles spannt einen großen Bogen über den Zeitraum von mehr als vierhundert Jahren. Musik frühbarocker Meister wie Monteverdi und Schütz gehört ebenso dazu wie die großen Chorwerke und Instrumentalkonzerte von Bach, Händel und Telemann. Regelmäßig spielt das Orchester auch sinfonisch besetzte Werke von Haydn, Mozart, Mendelssohn und Brahms und Musik zeitgenössischer Komponisten bis hin zu Uraufführungen. Zum Selbstverständnis des Göttinger Barockorchesters hat es schon immer gehört, sein Wirkungsfeld nicht auf eine bestimmte Epoche einzuengen.

Das funktioniert, weil die Orchestermitglieder alle Musik auf den jeweils für eine Epoche zeittypischen „historischen“ Instrumenten spielen und bestens vertraut sind mit der Spieltechnik und den Voraussetzungen für die Musik der jeweiligen Zeit. Garant für diese stilistische Vielfalt ist nicht zuletzt der Violinist Hans-Henning Vater. Er hat das Göttinger Barockorchester 1995 gegründet und ist bis heute Konzertmeister des Ensembles. Er ist sowohl auf der Barockgeige als auch auf der modernen Geige genreübergreifend ein viel gefragter Solist.

Die Mitglieder des Göttinger Barockorchesters sind ebenso wie Hans-Henning Vater alle Spezialisten ihres Fachs. 2016 spielte das Göttinger Barockorchester seine erste CD ein, 2017 führte es seine erste Tournee sowie mehrere Auslandsaufenthalte durch.



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